Selbst messen · kostenlos

Den eigenen Bedarf selbst ablesen

Ein Stromzähler und ein paar Tage Zeit genügen. Du siehst, wie viel du nachts, tagsüber und abends brauchst – und hast eine solide Grundlage für jede Entscheidung.

So geht es

  1. Zähler finden. Meist im Keller, Flur oder Zählerschrank. Gesucht ist der Wert „Bezug“ (häufig 1.8.0) in kWh. Bei älteren Zählern steht er auf dem Zählwerk. Bei modernen Zählern schaltet das Display oft nach einem Tastendruck oder einem kurzen Lichtblitz mit der Taschenlampe weiter. Manche zeigen Werte erst nach PIN-Eingabe; die PIN erfragst du beim Messstellenbetreiber.
  2. Ablesezeiten festlegen. Pro Tag vier Ablesungen reichen: morgens vor dem Aufbruch, nach der Rückkehr am Nachmittag, abends vor dem Schlafengehen und am nächsten Morgen wieder. Daraus entstehen drei Zeitfenster: Nacht, Tag und Abend.
  3. Datum, Uhrzeit und Zählerstand notieren. Auf Papier, im Handy oder mit einem Foto vom Zähler. Die Uhrzeit ist so wichtig wie der Stand.
  4. Mindestens drei Tage, ein Wochenendtag dabei. Besser sind sieben Tage. Wochenende und Werktag unterscheiden sich oft deutlich.
  5. Besonderheiten festhalten. Waschmaschine, Backofen, E-Auto, Klimagerät, Besuch? Ein Stichwort neben der Ablesung genügt.
  6. Auswerten. Trag die Werte unten ein. Du siehst den Verlauf über 24 Stunden und die wichtigsten Aussagen dazu.
Gut zu wissenDas Ergebnis ist eine Näherung. Zwischen zwei Ablesungen wird ein gleichmäßiger Verbrauch angenommen. Je mehr Ablesungen, desto genauer. Wer zusätzlich Geräte einzeln misst, erkennt die großen Verbraucher noch besser.

Auswertung deiner Ablesungen

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Datum und UhrzeitZählerstand (kWh)Zeile entfernen

Druckvorlage zum Ausfüllen

Ohne Handy: Vorlage ausdrucken, neben den Zähler legen und eintragen. Danach die Werte oben übernehmen.

Wozu das Ganze?

Die entscheidende Frage lautet nicht „Wie groß darf die Anlage sein?“, sondern wann du wie viel Strom brauchst. Nachts brauchst du die Grundlast. Tagsüber liefert die Sonne am meisten. Abends klafft oft die Lücke. Ob ein Speicher diese Lücke sinnvoll schließt, siehst du erst, wenn der Verlauf bekannt ist.

Für das Gespräch danach gilt: Deine erste Einschätzung auf Basis der Ablesewerte ist kostenlos. Erst die konkrete Auslegung (Anlage, Speicher, Standort) ist die kostenpflichtige Beratung.